Schüsse in Diskothek in Konstanz

Unsere Pressemitteilung vom 30.07.2017, 09.14 Uhr

Konstanz

Schüsse in Diskothek

Durch Schüsse eines 34-jährigen Mannes sind am heutigen frühen Sonntagmorgen, gegen 04.30 Uhr, in einer Konstanzer Diskothek in der Max-Stromeyer-Straße eine Person getötet und drei Personen schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde wenig später nach dem Verlassen der Diskothek bei einem Schusswechsel mit Polizeibeamten lebensgefährlich verletzt und erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Einer der Polizeibeamten erlitt bei dem Aufeinandertreffen mit dem Tatverdächtigen eine Schussverletzung, befindet sich jedoch nicht in Lebensgefahr. Viele Gäste hatten nach den Schüssen das Gebäude panikartig verlassen oder sich versteckt.

Da zunächst nicht klar war, ob es sich um einen Einzeltäter oder mehrere Täter handelt, wurden vom Polizeipräsidium Konstanz auch Spezialkräfte und ein Polizeihubschrauber für mögliche Fahndungsmaßnahmen angefordert.

Die Motive des wohl allein handelnden Mannes sind bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei dauern an.

 

Unsere Pressemitteilung vom 30.07.2017, 13.00 Uhr

Schüsse in Diskothek – Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat, die möglicherweise auf einen Streit im persönlichen Umfeld des Täters zurückzuführen ist, dauern weiterhin an. Hinweise auf einen Terrorakt liegen nicht vor.

Der irakische Tatverdächtige, der bei dem Schusswechsel mit der Polizei lebensgefährlich verletzt wurde und trotz einer Notoperation im Krankenhaus verstorben ist, wohnte bereits seit über fünfzehn Jahren im Landkreis Konstanz.

Aktuell wird die sichergestellte Tatwaffe durch Experten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg untersucht.

Zur Klärung des genauen Tathergangs bittet die Polizei Zeugen, die Bildaufnahmen vom Geschehen gemacht haben, sich mit dem Polizeipräsidium Konstanz, Tel. 07531 995 – 0, in Verbindung zu setzen.

Weitere Informationen zum Tatgeschehen werden heute Nachmittag, um 17.00 Uhr, von der Staatsanwaltschaft Konstanz und dem Polizeipräsidium Konstanz bei einer Pressekonferenz im Gebäude des Polizeipräsidiums, Benediktinerplatz 3, 78467 Konstanz, bekanntgegeben.

 

Unsere Pressemitteilung vom 30.07.2017, 15.55 Uhr

Schüsse in Diskothek – Zeugenhinweise gesucht

Durch Schüsse eines 34-jährigen Mannes sind am heutigen frühen Sonntagmorgen, gegen 04.30 Uhr, in einer Konstanzer Diskothek in der Max-Stromeyer-Straße eine Person getötet und drei Personen schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde wenig später nach dem Verlassen der Diskothek bei einem Schusswechsel mit Polizeibeamten lebensgefährlich verletzt und erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Einer der Polizeibeamten erlitt bei dem Aufeinandertreffen mit dem Tatverdächtigen eine Schussverletzung, befindet sich jedoch nicht in Lebensgefahr.

Zur Klärung des genauen Tathergangs bittet die Polizei Zeugen, die Bildaufnahmen vom Geschehen gemacht haben, diese Daten auf der Plattform https://bka-hinweisportal.de der Polizei zur Verfügung zu stellen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Hinweisportal nur der Übersendung Ihrer Bild- und Videodateien dient.

Sonstige sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter der

Tel. 0800 / 50 35 03 535 für Anfragen aus Deutschland

und unter der

Tel. +49 (0)711 / 93 32 99 98 für Anfragen aus dem Ausland

entgegen.

 

Unsere Pressemitteilung vom 30.07.2017, 19.45 Uhr

Schüsse in Diskothek – Nachtrag zur Pressekonferenz

Weitere Ermittlungen haben ergeben, dass es sich bei dem Betreiber der Diskothek um den – nach islamischem Recht – Schwager des 34-jährigen Tatverdächtigen handelt.

Insoweit ist die bisherige Angabe – Schwiegervater – unzutreffend.

 

Ermittlungsbehörden geben weitere Details bekannt

Wie Zeugen berichteten, soll es vor den Schüssen durch den 34-jährigen Iraker, kurdischer Abstammung, zu einem Streitgespräch zwischen ihm und Security-Mitarbeitern gekommen sein, weil ihm der Zugang verwehrt wurde.
Hintergrund war das vorherige Verhalten des 34-Jährigen, der in der Diskothek randaliert hatte und diese deswegen auf Anordnung seines Schwagers, der im Auftrag der Betreiberfirma mit dem Betrieb des Tanzlokals befasst ist, verlassen musste.
Hierauf nahm der Tatverdächtige ein Taxi und ließ sich nach Hause fahren, wo er sich bewaffnete und anschließend den Taxifahrer zwang, ihn zurückzufahren.
Auf dem Parkplatz der Diskothek angekommen, stieg der 34-Jährige aus und gab laut Augenzeugen bereits im Freien und kurz darauf auch im Eingangsbereich des Gebäudes mehrere Schüsse ab, durch die ein Türsteher tödliche und vier weitere Personen zum Teil schwere Verletzungen erlitten.
Ein weiteres Vordringen in die Räumlichkeiten der Diskothek gelang dem mit einem vollautomatischen Sturmgewehr M 16 bewaffneten Iraker jedoch nicht, weil die Tür zum Veranstaltungsraum noch rechtzeitig geschlossen werden konnte.
Der 34-Jährige begab sich deshalb ins Freie, wo er auf erste eintreffende Polizeibeamte stieß.
Sofort eröffnete er das Feuer und schoss auf die Polizisten, von denen einer schwer verletzt wurde.
Bevor der Tatverdächtige weitere Personen verletzen oder gar töten konnte, wurde der Mann bei einem Schusswechsel mit den Interventionsteams der Polizei lebensgefährlich verletzt und erlag trotz einer Notoperation im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Die Spurensicherungsarbeit sowohl auf dem Parkplatz der Diskothek als auch im Inneren des Gebäudes konnte inzwischen abgeschlossen werden.
Nach wie vor ist nicht geklärt, wie der 34-Jährige in den Besitz der Kriegswaffe samt Munition gelangt ist. Noch ist eine Vielzahl von Personen, die sich in und bei der Diskothek aufgehalten haben, von den Beamten der Sonderkommission zu befragen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz werden sowohl das tödlich verletzte Opfer als auch der beim Schusswechsel mit der Polizei ums Leben gekommene Tatverdächtige obduziert.

 

Unsere Pressemitteilung vom 01.08.2017, 21.25 Uhr

Weitere Ergebnisse

Nach der begonnenen kriminaltechnischen Auswertung des Videomaterials der in und im Außenbereich der Diskothek installierten Kameras sowie anhand der bisher durchgeführten Vernehmungen konnte der Tathergang teilweise rekonstruiert werden. Demnach hatte der 34-jährige Tatverdächtige nach dem Aussteigen aus dem Taxi bereits erste Schüsse im Freien abgegeben, danach durch den Haupteingang die Diskothek betreten und sich im Vorraum vor den Kassenboxen, im Bereich der Kassen und im nachfolgenden Foyer (Eingangsbereich) aufgehalten. Ob der 34-Jährige noch weitere Räumlichkeiten betreten hat, kann erst nach der noch ausstehenden Auswertung des gesicherten Videomaterials ermittelt werden.

Durch die Schüsse des Tatverdächtigen wurden, wie berichtet, im Eingangsbereich ein Türsteher tödlich, ein weiterer Sicherheitsmitarbeiter sowie ein Gast schwer verletzt. Erst gestern meldete sich noch ein Besucher, der auch durch einen Schuss verletzt worden war.

Wie bereits bei der Pressekonferenz bekanntgegeben wurde, waren nach Eingang der ersten Notrufe nahezu zeitgleich mehrere Streifenwagenbesatzungen vor Ort, von denen zumindest eine nachweislich unmittelbar beim Eintreffen beschossen wurde. Dabei ist einer der Beamten durch ein Projektil, das den Einsatzhelm der ballistischen Zusatzausrüstung durchschlug, schwer, zum Glück jedoch nicht lebensgefährlich verletzt worden. Beim anschließenden Schusswechsel mit den Einsatzkräften erlitt der Tatverdächtige lebensgefährliche Verletzungen, denen er später im Krankenhaus erlag.

Schon gegen 04.00 Uhr befanden sich zwei Streifenwagenbesatzungen bei der Diskothek, die dorthin gerufen worden waren, nachdem der 34-Jährige in der Diskothek randaliert hatte und diese deswegen verlassen musste. Der 34-Jährige hatte beim Eintreffen der Polizei die Diskothek aber bereits verlassen; zu einem Zusammentreffen zwischen dem Beamten und ihm war es nicht gekommen. Nach den Einsatzunterlagen war dieser Einsatz um 04.18 Uhr beendet.

Da bereits gegen 02.40 Uhr eine Auseinandersetzung in einer über einen Kilometer entfernten Gaststätte im Industriegebiet mit mehreren Personen der Polizei gemeldet worden war, befanden sich mehrere Streifenwagen in diesem Bereich.

 

Unsere Pressemitteilung vom 04.08.2017, 17.49 Uhr

Vorwürfe eines Türstehers sind haltlos

Nach detaillierter Auswertung der Einsatzunterlagen verwahrt sich die Polizei gegen die in verschiedenen Medien erhobenen Vorwürfe, Streifenwagenbesatzungen seien bei der Abgabe der ersten Schüsse des Tatverdächtigen bei der Diskothek gewesen und hätten nicht rechtzeitig eingegriffen.

Einsatzprotokolle und Funkverkehr sowie die von der Sonderkommission gesicherten Videoaufnahmen der im Innen- und Außenbereich der Diskothek installierten Kameras und die Befragung von Zeugen, insbesondere des Sicherheitspersonals, haben übereinstimmend ergeben, dass zum Zeitpunkt der Rückkehr des Tatverdächtigen zur Diskothek keine Streifenwagenbesatzung oder ein anderes Fahrzeug des Polizeipräsidiums Konstanz, auch nicht der Bundespolizei, auf dem Parkplatz stand. Die Besatzung, die nach dem ersten Einsatz zu der Diskothek gefahren war und den 34-Jährigen, der zuvor im Innenbereich randaliert und deswegen ein Hausverbot erhalten hatte, nicht mehr antreffen konnte, verließ nach der Anzeigenaufnahme um 04.18 Uhr den Parkplatz. Sieben Minuten später ließ sich der Tatverdächtige von dem Taxifahrer im Bereich der westlichen Zufahrt der Diskothek absetzen. Während er sich über den Parkplatz gehend, dem Hauteingang näherte, gab er erste Schüsse aus dem mitgeführten Sturmgewehr ab. Anschließend betrat der 34-Jährige den Vorraum, bewegte sich auf die Kassenboxen zu und hielt sich im dahinter liegenden Foyer sowie in der sogenannten Main Hall auf, wo er auch zwei Schüsse Richtung Decke abfeuerte. Dies haben die dort installierten Kameras aufgezeichnet. Im Ergebnis wurden nach bisherigem Kenntnisstand im Eingangsbereich ein Türsteher tödlich, ein weiterer Sicherheitsmitarbeiter und zwei Gäste, ein Mann und eine Frau, schwer verletzt. Mindestens acht Personen erlitten bei der panikartigen Flucht leichte Verletzungen oder einen Schock. Als der Tatverdächtige, der offensichtlich auf der Suche nach seinem Schwager, dem ehemaligen Betriebsleiter der Diskothek, war, das Gebäude wieder verließ, verschlossen Security-Mitarbeiter die Haupteingangstür. Während viele Besucher und einige Türsteher über verschiedene Türen, Notausgänge oder Fenster die Diskothek verließen, kehrte der 34-Jährige wieder zum Haupteingang zurück. Nachdem er einige Schüsse auf die Tür abgegeben und auch durch die Türverglasung geschossen hatte, schlug er mit der Schulterstütze des M 16 mehrmals gegen die Verglasung, wobei die Schulterstütze zerbrach. Kurz darauf wendete er sich ersten eintreffenden Streifenwagen zu, deren Besatzungen aus einsatztaktischen Erwägungen nicht vor die Diskothek fuhren, sondern ihre Fahrzeuge abgesetzt auf der Max-Stromeyer-Straße abstellten, um dort in Deckung ihre Schutzausrüstung anzulegen. Hierbei wurde einer der Beamten hinter dem Streifenwagen kniend durch ein Projektil getroffen, das den ballistischen Schutzhelm durchschlug und den Polizisten schwer verletzte. Beim anschließenden Schusswechsel mit den Interventionsteams der Polizei wurde der Tatverdächtige lebensgefährlich verletzt und erlag trotz einer Notoperation im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis des Opfers und des 34-Jährigen waren die Schussverletzungen todesursächlich. Ob der Tatverdächtige zur Tatzeit unter Einfluss berauschender Mittel stand, muss durch die toxikologische Untersuchung geklärt werden, deren Ergebnis aber noch aussteht. Dem vorläufigen Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen zufolge sind von dem 34-Jährigen mindestens 24 Schüsse abgegeben worden. Die Ermittlungen des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts zur Herkunft der Kriegswaffe sowie die Abklärung der Sonderkommission zur waffenrechtlichen Erlaubnis des Tatverdächtigen dauern an.

 

Unsere Pressemitteilung vom 10.08.2017, 15.52 Uhr

Ermittlungsbehörden geben weitere Details bekannt

Zwischenzeitlich klarer ist der Ablauf des Geschehens in der Nacht zum 30. Juli 2017, bei dem in und außerhalb einer Diskothek im Konstanzer Industriegebiet durch unmittelbare Schusseinwirkung ein Türsteher tödlich, zwei weitere Sicherheitsmitarbeiter sowie zwei Gäste und ein Polizeibeamter schwer verletzt wurden. Mindestens elf Personen erlitten bei ihrer panikartigen Flucht leichtere Verletzungen oder einen Schock.

Anhand der Auswertung von Videomaterial und aufgrund einer im Außenbereich der Diskothek mit den in der Tatnacht eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten durchgeführten Rekonstruktion steht fest, dass nach Eingang der ersten Notrufe fünf Streifenwagenbesatzungen nahezu gleichzeitig am Ereignisort eintrafen und aus einsatztaktischen Gründen die Fahrzeuge auf der Max-Stromeyer-Straße im östlichen und westlichen Zufahrtsbereich der Diskothek abstellten, um dort die zusätzliche Schutzkleidung anzulegen. Dabei wurde einer der Beamten, der hinter dem Streifenwagen kniete und gerade den ballistischen Schutzhelm aufgesetzt hatte, von einem Projektil getroffen, das den Schutzhelm durchschlug und den Polizisten schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzte.

Schon zu diesem Zeitpunkt wurden die eingesetzten Beamten, als sie damit beschäftigt waren, die Einsatzausrüstung anzulegen und sich, auch über Funk abzusprechen und ein erstes Bild von der Lage zu verschaffen, mit Vorwürfen konfrontiert. Dabei wurde ihnen vermeintliche Untätigkeit von Personen vorgeworfen, die von der Notwendigkeit eines taktisch abgestimmten Vorgehens in einer solchen Bedrohungslage keine Kenntnis hatten. Kurz darauf kam es zwischen einem Polizisten, der zusammen mit anderen Einsatzkräften gegen den auf dem Parkplatz umhergehenden und Schüsse abgebenden Tatverdächtigen vorgerückt war, zum Aufeinandertreffen, bei dem der Beamte aus seiner Dienstpistole zwei Schüsse abgab, von denen einer den 34-Jährigen lebensgefährlich verletzte. Weitere Schüsse aus Dienstwaffen, auch aus mitgeführten Maschinenpistolen, wurden von anderen Einsatzkräften nicht abgegeben.

Obwohl noch nicht klar war, ob weitere Personen in das Geschehen involviert sind, näherten sich viele der Besucher, die zuvor geflüchtet und teilweise die Polizeikräfte beschimpft hatten, dem lebensgefährlich Verletzten und störten die weiteren Einsatzmaßnahmen, um offensichtlich ihre Neugier zu befriedigen. Dies belegen auch Bilder der Überwachungskameras im Außenbereich, auf denen Gäste der Diskothek zu erkennen sind, die sich vor dem um sich schießenden Mann auf dem Parkplatz versteckt hatten, um dann wieder hinter Fahrzeugen hervorzukommen, um Aufnahmen mit ihrem Handy zu machen. Nichts geändert hat sich am Sachstand der Vorgehensweise des 34-Jährigen, der trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen einer Frau und eines Mannes auf dem Parkplatz und einer Notoperation im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlag.

Wie bereits berichtet, war der Tatverdächtige noch vor dem Parkplatz aus dem Taxi gestiegen und hatte sich, erste Schüsse aus dem Schnellfeuergewehr abgebend, über den Parkplatz dem Haupteingang der Diskothek genähert. Dort schoss er mehrmals durch die geschlossene Eingangstür, betrat dann den Vorraum, bewegte sich weiter Richtung Kassenbereich und Foyer, um schließlich die sogenannte Main Hall zu betreten, wo er nachweislich zwei Schüsse in die Decke abfeuerte.

Offensichtlich auf der Suche nach seinem Schwager ging der 34-Jährige wieder in Richtung Ausgang, wo ihm im Bereich des Foyers ein Gast im Vorbeilaufen die Waffe entreißen wollte, was allerdings misslang. Da dieser Mann ein wichtiger Zeuge ist, aber noch nicht ermittelt werden konnte, bittet die Polizei diesen Besucher, sich mit der Kriminalpolizei unter 07541-701-0, in Verbindung zu setzen.

Beim Verlassen der Diskothek gab der Tatverdächtige noch einen Schuss durch die Tür ab, wodurch ein Security-Mitarbeiter durch Glassplitter im Gesicht verletzt wurde. Nachdem er die Diskothek wieder verlassen und sich auf dem Parkplatz aufgehalten hatte, wurde von Türstehern der Haupteingang verschlossen. Als der 34-Jährige wieder zurückkam und die Türen verschlossen vorfand, gab er zunächst einige Schüsse auf die Tür ab und schoss dabei auch durch die Türverglasung. Ob zu diesem oder zu einem früheren Zeitpunkt der Türsteher tödlich verletzt wurde, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Anschließend versuchte der Tatverdächtige mit der Schulterstütze des Sturmgewehrs die Verglasung einzuschlagen, wobei die Schulterstütze abbrach. Der Tatverdächtige begab sich daraufhin in Richtung Max-Stromeyer-Straße, wo er auf die ersten ankommenden Polizeifahrzeuge das Feuer eröffnete.

Während durch die Obduktion des Opfers und des 34-Jährigen geklärt werden konnte, dass die Schussverletzungen todesursächlich waren, steht das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung noch aus, mit der geklärt werden soll, ob der Tatverdächtige zur Tatzeit unter Einwirkung berauschender Mittel stand. Nach den Ermittlungen der Sonderkommission, die zwischenzeitlich personell reduziert wurde, war der 34-Jährige nicht im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis. Die Nachforschungen des Bundeskriminalamtes und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg zur Herkunft des amerikanischen Sturmgewehrs dauern nach wie vor an. Auch die Ermittlungen zu den Hintergründen des Streits zwischen dem Tatverdächtigen und dessen Schwager, dem ehemaligen Betriebsleiter der Diskothek, sind noch nicht abgeschlossen.

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